Spirituelle Werte

Das wichtigste spirituelle Ziel in diesem Leben ist das Feststehen auf dem Weg. Wie der Buddha gelehrt hat, ist die Praxis dabei auf die Auflösung der ersten drei Fesseln gerichtet, die uns an Samsara binden, das heißt auf den "Stromeintritt", die Sotapannaschaft. Diese sind: 1. Eine stabile Anatta-Erkenntnis, das heißt das tiefe Verstehen, dass nichts Entstandenes irgendein eigenständiges Ich oder Selbst besitzt. 2. Das Aufgeben der Abhängigkeit von Regeln und Riten. 3. Die Zweifelsucht bezüglich der Lehre des Buddha.

Lebensgrundlage sind das Zufluchtsgelübde, die fünf Silas, die Brahmavihara und der Edle Achtfache Pfad. Als höchste Tugenden, die zu beachten und zu praktizieren sind, gelten das Streben nach innerer Freiheit und die Praxis der Liebenden Güte als höchstes Sila entsprechend der Bodhisattva-Haltung.

Das Erwecken der Buddhanatur, des Potenzials der Weisheitsqualitäten, ist die Praxis in Meditation, und ihre Anwendung ist die Praxis im Alltag.

Durch Achtsamkeit (Sati = sich erinnern) auf die Vorgänge im Körper, die Empfindungen, die Sinneswahrnehmungen und die geistigen Objekte entsprechend dem Satipatthana-Sutta werden Offenheit und Bewusstheit kultiviert.

Diese spirituelle Ausrichtung gilt für alle Praktizierenden im Dharma-Tor. Sie ist aber insbesondere für die Ordinierten unseres Sangha richtungsweisend und durch Gelübde und Richtlinien in den Ordens-Statuten festgelegt.